Telekom erwirbt LTE-Frequenzen in den Niederlanden

Für ein Paket aus insgesamt 15 LTE-Lizenzen in den Niederlanden zahlte die Telekom jüngst knapp eine Milliarde Euro. Wie schon in Deutschland sind die Frequenzen heiß begehrt und auch die Konkurrenz aus Vodafone und KPN scheute sich nicht vor hohen Investitionen.

Im Gegenteil, mit jeweils 1,3 Milliarden Euro zahlten sie sogar noch mehr als die Telekom, die nur 910 Millionen Euro investierte. Die Telekom selbst war mit dem Ergebnis der Auktion zufrieden. T-Mobile Netherlands will mit dem neuen Datenturbo seine Position am niederländischen Markt festigen und seine knapp 5 Millionen Kunden auch in Zukunft mit dem bestmöglichen Netz versorgen. Im letzten Jahr erzielte die Tochter der Deutschen Telekom einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro.

Mobiler Datenturbo für die Niederlande

Der neue Mobilfunkstandard LTE wird von vielen Kunden schon lange herbeigesehnt. Lange Wartezeiten beim Surfen oder Ladebildschirme beim Streamen von Videos gehören damit der Vergangenheit an. Der wohl größte Vorteil von LTE ist aber die drastisch gesunkene Reaktionszeit. Dadurch sind endlich auch unterwegs zeitkritische Anwendungen wie Videotelefonie oder Onlinespiele problemlos möglich. Derzeit liefert LTE dabei eine Datenrate von bis zu 100 Mbit/s, für die Zukunft sieht der Standard aber sogar Geschwindigkeiten im GBit-Bereich vor. Durch die sehr überzeugenden Spezifikationen ist LTE außerdem eine echte Alternative zu einem DSL-Anschluss. Besonders unterversorgte Gebiete profitieren in hohem Maße von der neuen Technik.

Keine Angst vor Investitionen

Auch in Zukunft will die Telekom sehr viel in den Netzausbau investieren. Vor allem Deutschland und die USA sollen in den nächsten Jahren möglichst flächendeckend mit LTE versorgt werden. Telekom-Chef René Obermann kündigte sogar an, die Dividende kürzen zu wollen. In den nächsten zwei Jahren sollen alle Aktionäre lediglich 50 Cent pro Aktie erhalten. Die so gesparten Kosten sollen vor allem den Netzausbau zugutekommen. Sechs Milliarden Euro sollen in den Ausbau des deutschen Telekom-Netzes fließen, für die Telekom-Tochter in den USA sollen vier Milliarden Euro bereitgestellt werden. Abseits vom Mobilfunk soll vor allem das Glasfasernetz ausgebaut werden, um in Zukunft mit den Kabelanbietern mithalten zu können.

A. Göttling

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