Versorgungsauflage für LTE Breitbandausbau erfüllt

owohl die Telekom als auch Vodafone und Telefónica (O2) haben sich mit der Ersteigerung von Frequenzen im 800-MHz-Bereich dazu verpflichtet, bestimmte Gebiete zuerst zu versorgen, bevor der Ausbau im Rest Deutschlands beginnen kann. Dabei sollten vor allem Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern versorgt werden, in denen bis heute noch kein Breitbandanschluss für Internetverbindungen zur Verfügung steht. Ende November meldete die Bundesnetzagentur, dass diese Auflagen schon heute erfüllt seien.

Die Bedeutung von 800 MHz

Die Lizenzen für den Betrieb im Bereich von 800 MHz sind für die Mobilfunkbetreiber besonders wichtig. Denn auf dieser Frequenz wird eine sehr hohe Reichweite erzielt, sodass vor allem dünn besiedelte Gebiete relativ kostengünstig versorgt werden können. Der Betrieb von LTE im Bereich von 1.800 MHz oder 2.600 MHz eignet sich hingegen fast ausschließlich in größeren Städten. Die Bundesregierung bemüht sich schon seit einigen Jahren darum, jeden Bundesbürger mit einem Breitbandanschluss zu versorgen. Die Pläne der Bundesnetzagentur sahen dabei vor, dass wenigstens 1 Mbit/s auch in kleineren Gemeinden verfügbar sein muss.

Die Mobilfunkbetreiber mussten allerdings nicht überall in Deutschland neue Anlagen aufbauen, denn laut den Anforderungen ist es nebensächlich, ob die Versorgung über das Festnetz oder per Mobilfunk realisiert wird. Auch muss nicht zwingend LTE verfügbar sein, denn auch der Vorgängerstandard UMTS schafft per HSPA leicht die geforderten 1000 kb/s.

Der Ausbau steht nicht still

Jetzt da die Versorgungsauflagen erfüllt sind, können die Mobilfunkbetreiber den Netzausbau von LTE weiter vorantreiben. Klassischerweise werden dabei zuerst dichter besiedelte Städte berücksichtigt, allerdings kündigten O2 und die Telekom vor einigen Wochen auch an, für den Ausbau zusammenarbeiten zu wollen. Der Ausbau soll so spürbar schneller vonstattengehen und auch Kunden in ländlichen Regionen sollen erreicht werden. Vodafone kündigte hingegen an, Deutschland bis zum Jahr 2015 im Alleingang flächendeckend mit LTE versorgen zu wollen. Etwas unklar sind nach wie vor die Pläne von E-Plus in Sachen LTE. Zwar gab es bereits einige Versuche und die Bundesnetzagentur gestattet es dem Unternehmen, die bereits vorhandenen Frequenzen für LTE zu nutzen, bisher gab es jedoch noch keine eindeutigen Ankündigungen. Das Unternehmen will sich nach eigenen Aussagen zuerst auf den flächendeckenden Ausbau von 3G-Netzen konzentrieren.

Durch den recht zügigen Ausbau der Netze wird LTE in Zukunft für den Endverbraucher immer interessanter. Dank steigender Kundenzahlen sollten dann auch die Tarife spürbar im Preis fallen. Ab 2013 will die Telekom außerdem auch Prepaid-Karten mit LTE-Unterstüztung ins Programm aufnehmen.

A. Göttling

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.